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CLAMs - Was ist das?
Ein CLAM ist ein Kunststoff-Clip, den man vor den Klemmring setzen kann.

CLAM steht für "Clip-on Load Adjusting Mechanism" (Last-Verstellmechanismus zum Aufstecken)

CLAMs verlängern den Innenhebel um 1 cm und verkürzen entsprechend den Außenhebel.

 

  • Innenhebel ist der Abstand zwischen dem Griffende und der Aussenseite des 
Klemmrings/vom CLAM.
    Je länger der Innenhebel, umso weniger Widerstand hat die Ruderin beim Durchzug und umso leichter fühlt sich das Blatt beim Vorrollen an.

  • Aussenhebel ist der Abstand zwischen der Blattspitze und der Aussenseite der Klemmrings/vom CLAM.
    Je länger der Aussenhebel, umso mehr Widerstand hat der Ruderer beim Durchzug und umso schwerer fühlt sich das Blatt beim Vorrollen an

Somit kann man unterschiedliche Hebelverhältnisse beim Rudern ausprobieren oder auch die Bootseinstellung einem starken Gegenwind anpassen. Auch wenn unterschiedlich große Ruderer - oder Männer und Frauen - in einem Boot sitzen, kann es von Vorteil sein, Clams zu nutzen.

  • Die Benutzung von CLAMs ist vergleichbar mit der Gangschaltung beim Fahrrad - man schaltet einen Gang herunter.

  • Die Verwendung von mehr als zwei CLAMs pro Ruder ist nicht empfehlenswert.

So hältst du Kurs - Die Kunst des Steuerns
Die Grundregel des guten Steuerns lautet:

 Immer auf andere und insbesondere schwächere Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen. Dazu gehören auch Standup-Paddler und Tretbootfahrer, die es Ruderern oft schwer machen. Mitunter ist aber auch das Ruderboot der schwächere Verkehrsteilnehmer, insbesondere gegenüber der Berufsschiffahrt, die immer Vorfahrt hat - ebenso wie Segelboote unter Segeln.

Sportboote und andere "Kleinfahrzeuge" weichen sich in der Regel gegenseitig nach Steuerbord aus.

  • Immer so fahren, dass man noch anhalten oder ausweichen kann.

Wie fasse ich die Steuerleine?

Die Steuerleine wird auf keinen Fall vor dem Bauch geführt, denn dann besteht die Gefahr, dass sich der Steuermann beim Kentern in der Leine verfängt. Man legt die Leine links und rechts neben und vor dem Sitz ab, setzt sich und nimmt die Leine dann auf, sodass sie unterhalb der Beine liegt und immer unter dem Steuermann durchrutschen kann.

  • Steuerleine nicht um den Oberkörpere schwingen.

Wie lenke ich das Boot?

Vor dem Ablegen sollte sich der Steuermann überzeugen, dass das Steuer ordentlich eingehängt und die Leine nicht verdreht ist. Auf dem Wasser wird die Leine locker gespannt gehalten. So stellt sich das Steuer ohne Widerstand richtungsstabil ein. Nur für Kursänderungen wird an der Leine gezogen. Das Boot fährt am besten, wenn der Steuermann nicht steuert! Steuern bedeutet immer Geschwindigkeitsverlust, denn das Seitwärtsstellen des Steuerblattes wirkt als Brermse. Die Richtungsänderung des Bootes geschieht also, indem das Boot einseitig abgebremst wird.

  • Möglichst wenig steuern, um das Boot nicht unnötig abzubremsen.

Wann ziehe ich an der Steuerleine?

Die Steuerwirkung ist am größten, wenn nur der Bootsrumpf Kontakt zum Wasser hat. Deutlich weniger Steuerwirkung erzielt, wer das Steuer während des Durchzugs benutzt. Die Steuerbewegung erfolgt im Idealfall in der Freilaufphase, und zwar möglichst, wenn die Rudermannschaft anrollt. Das Boot hat dann genug Zeit, auf den Steuerimpuls zu reagieren. Dies gilt natürlich nicht bei kritischen Manövern oder scharfen Kurven. Dann muss die Steuerleine kräftig gezogen werden, um die Richtungsänderung des Bootes zu verstärken.

  • Nur an der Steuerleine ziehen, wenn die Blätter nicht im Wasser sind.

Wer ist für die Balance verantwortlich?

Der Steuermann sitzt fest und mittig auf seinem Sitz und bleibt dabei möglichst entspannt. Wenn der Steuermann ein "hängendes" Boot auszugleichen versucht, ist damit niemandem geholfen. Der Mannschaft nicht, die richtig rudern sollte, und dem Rücken des Steuermannes erst recht nicht.

  • Der Steuermann gleicht nicht die fehlende Balance der Mannschaft aus.

Wie steuere ich auf einem Fluss?

Der Bereich der stärksten Strömung auf einem Fluss heißt Stromstrich. In geraden Abschnitten liegt er in der Flussmitte, in Kurven in der Außenkurve. Rudert man also beim Wanderrudern wie üblich mit der Strömung, so kommt man am schnellsten voran, wenn man das Boot immer im Stromstrich hält. Biegt sich der Fluss, steuert man das Boot außen durch die Kurve.

Aber Vorsicht: Zu nahe am Ufer kann es flach werden.

  • Flussabwärts in Kurven stets den weiteren Weg über die Außenkurve ansteuern.

Wie steuere ich auf einem See?

Auf Seen sollte der Steuermann darauf achten, dass das Wasser nicht zu flach, und damit schwerer zu rudern wird. Auf Seen bauen sich aufgrund der großen freien Flächen schneller Winde auf, die das Wasser aufwühlen. Wellen zwingen den Steuermann, stärker als auf flachem Wasser, seinen Kurs anzupassen. Sind die Wellen stärker und kommen seitlich, besteht die Gefahr, dass die Wellen ins Boot schlagen. Der Steuermann muss in diesem Fall sein Ziel im Zick-Zack-Kurs ansteuern. Bei höherem Wellengang kann er mit der halben Mannschaft rudern lassen, während die anderen die Blätter schleifen lassen, um das Boot während der Fahrt zu stabilisieren.

Mitlaufende Wellen können besonders unangenehm werden, weil sie zusammen mit den eigenen Wellen leicht ins Boot schwappen können - mit halber Kraft rudern oder auch hier den Kurs ändern.

  • Der kürzeste Weg über das Wasser ist selten der sicherste und oft nicht der schnellste.

Rudern ohne Steuer?  -  Geht auch

Ist das Steuer defekt und klemmt, kann der Steuermann das Boot notfalls mit den Kommandos "Steuerbord/Backbord überziehen" manövrieren. Nach dem Überziehen nicht das Kommando "Frei weg" vergessen, damit die Mannschaft wieder im Normalbetrieb rudert.

Vorsicht beim Treibenlassen: ohne Fahrt ist kein Steuern möglich. Deswegen das Bot in engen Bereichen, bei erwarteter Seitenströmung und vor Brücken und Buhnen nicht treiben lassen! Dies gilt auch für Ruderpausen auf Wanderfahrten. Möglichst nicht vor, sondern stets hinter der Kurve anhalten lassen, nicht vor einer Brücke, sondern stets dahinter.

  • Beim Treibenlassen sollte ein Ruderer immer einsatzbereit sein.

Wie lege ich an?

Auf fließenden Gewässern legt man gegen die Strömung an, ansonsten kann der Steg direkt angesteuert werden. Sobald dieser in Sicht kommt, sollte die Fahrt mit dem Kommando "Halbe Kraft" verlangsamt werden. Ausreichend vorher, das sind etwa 20 Meter vom Bug aus vor dem Steg, erfolgt das Kommando "Ruder halt". Der Steuermann lässt das Boot im leicht schrägen Winkel lamgsam Richtung Steg gleiten. Wenn der Bug einige Meter vor dem Steg ist, lenkt der Steuermann vom Steg weg, sodass das Boot beginnt, sich parallel zum Steg zu stellen und zum Steg treibt. Braucht der Steuermann noch eine Korrektur, arbeitet er mit dem Schlagmann zusammen. Entweder benötigt er noch einen leichten Schlag, um den Steg zu erreichen oder er lässt den Schlagmann mit dem wasserseitigen Ruder einen Schlag "gegen" ausführen, damit das Boot zur Stegseite gedrückt wird. Die restliche Mannschaft legt sich leicht zur Wasserseite, damit die Ausleger nicht gege den Steg knallen.

  • Fahrt herausnehmen und immer Wind und Strömung beachten.

Anlegemanöver.png

Die richtige Stemmbrett-Einstellung

Das Stemmbrett

  • Mit der Stemmbretteinstellung lässt sich der einzelne Ruderplatz individuell auf die Beinlänge des Ruderers einstellen. Sie beeinflusst, wie gut die Kraft der Beine auf das Ruderblatt übertragen werden kann.

  • Sitzt man mit gestreckten Beinen und aufrechtem Oberkörper und hält beide Griffenden zusammen -­ die Ruder bilden ein "V" -­ sollte zwischen dem Oberkörper und den Griffenden eine Faustbreite Platz sein.

  • Die Daumen sollten im Endzug gerade noch die unteren Rippenbögen berühren (Westentasche).

  • Der Stemmbrettwinkel lässt sich in Gig-Booten häufig nicht verstellen. Er weicht zwischen 42 und 45 Grad von der Waagerechten ab.

  • Die Fersenkappen und der Stemmbrettwinkel sollten im Übungsbetrieb so eingestellt sein, dass ein bequemes Erreichen der Auslage mit senkrechtem Unterschenkel möglich ist.

Stemmbrett ist zu weit heckwärts:

  • Der Zugwinkel im Endzug ist nicht optimal.

  • Endzug wird durch den Oberkörper verhindert.

  • Das Ausheben der Blätter wird erschwert.

Stemmbrett ist zu weit bugwärts:

  • Der Zugwinkel im Endzug ist nicht optimal.

  • Der Auslagewinkel wird kleiner, der Ruderschlag kürzer.

  • Im Endzug wird eventuell am Oberkörper vorbeigezogen.

Stemmbrett, der Winkel ist zu klein ("zu flaches Stemmbrett")

  • Die Füße werden in der Rücklage überstreckt.

  • Aber: Auslage ist sehr bequem.

Stemmbrett, der Winkel ist zu groß ("zu steiles Stemmbrett")

  • Die Fersen lösen sich beim Vorrollen sehr früh vom Stemmbrett.
  • Das Erreichen der Auslage ist viel schwerer.

Die Fersenkappe ist zu tief

  • Die Stoßrichtung der Beine geht zu sehr nach oben. Das Boot "stampft", wird also bei jedem Abdruck am Stemmbrett nach unten gedrückt.
  • Bei Druckerhöhung kann man leicht vom Rollsitz fallen.
  • Die Waden können im Endzug an den Rollschienen anstoßen.

Die Fersenkappe ist zu hoch

  • Man kommt nicht mehr in die maximale Auslage mit senkrechtem Unterschenkel.
  • Aber: Die Kraft beim Stemmbrettabdruck geht nicht mehr nach unten, sondern flacher bis parallel, sodass das Boot ruhiger im Wasser liegt.

Der Verein sind wir!

Unser Verein lebt vom Miteinander und der Mithilfe aller Mitglieder

Mit dem Mitgliedsbeitrag ist es – anders als im Fitness-Studio – nicht getan. Der Betrieb unseres Ruderclubs erfordert neben Geld auch Zeit und Energie. Die Verantwortung für den Erhalt unseres Bootsmaterials und für den Zustand von Bootshaus und Hof können wir nicht allein unserem ehrenamtlich tätigen Vorstand überlassen. Auch unser Engagement ist gefragt, denn wir – die Mitglieder – sind alle mitverantwortlich.

Deshalb sollten wir mit dem Bootsmaterial achtsam umgehen, es pflegen und Schäden gleich melden. Eigeninitiative und die tatkräftige Unterstützung der Bootswartin bei Reparaturen sind ebenfalls immer willkommen.

Um auch Haus und Hof in einem ordentlichen, gepflegten Zustand zu erhalten, in dem wir uns alle wohlfühlen können, organisieren wir regelmäßige Arbeitseinsätze. Hier gilt: Je mehr Mitglieder sich daran beteiligen, desto geringer ist der Zeitaufwand.

Jede/r kann aber auch außerhalb der gemeinsamen Reinigungsaktionen herumliegenden Müll aufsammeln und entsorgen und hin und wieder zum Besen greifen, um bei Bedarf das Bootshaus auszufegen oder die Ponte von den Hinterlassenschaften der Enten zu befreien.

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